…[kopfhörer ab]…[regler runter]…[power off].
fertig! jetz nur noch alles auf einen silberling brennen, und dann ab zum mastern. naja, große sachen gabs ja nicht mehr zu tun, aber eine ganze menge an kleinigkeiten. die volumes der einzelnen spuren regeln, paar effekte live einspielen, höhen und tiefen aussteuern…solchen kram halt.
mit dem endergebnis sind wir enorm zufrieden. mal schauen was beim mastern noch rausgeholt werden kann.
thematisch hatten wir ja im letzten eintrag schon die konzeptidee des albums kurz angerissen. zur vertiefung sei vielleicht folgendes noch angemerkt:
die einzelnen titel bauen im wesentlichen aufeinander auf und erzählen verschiedene episoden, die zusammen die nacht in einer (imaginären) großstadt widerspiegeln. zu jedem song gibt es eine zentrale idee, die eben diese nacht aus einem bestimmten blickwinkel beleuchtet. dazu haben wir eine art kopfkino-skizze zu papier gebracht, die in kurzen prägnanten stichworten die szenerie dazu beschreibt.
das heutige songschnipsel ist musikalisch ein, auf den ersten blick recht ungewöhnlicher song, der aber (wie wir denken) die vielfältigkeit des albums gut reflektiert. gesampelte blechbläser gehören nun einmal nicht unbedingt zum standardrepertoire. aber well oiled crescent ist auch inhaltlich eher eine ausnahme auf urban night motifs, dreht er sich doch nicht vordergründig um die häßliche seite der urbanisierung, sondern handelt (leicht augenzwinkernd) vom beschwerlichen weg nach hause nach einer durchgefeierten und/oder durchzechten nacht.
und, um eingangs erwähnte songskizzen an diesem beispiel zu beschreiben, folgt hier das kopfkino in kurzen anstrichen:
warme sommernacht – früh um vier – kurz vorm sonnenaufgang- betrunken, aber glücklich und müde- schwankender halbmond – auf dem heimweg – in gedanken noch in der nacht…