2000
seit den späten neunzigern betrieben die beiden soloprojekte heimstatt und yipotash aus dresden getrennte wege zur musikalischen klangerforschung. doch schon bald kreuzten sich die wege, und ein kontinuierlicher austausch von ideen und musikalischen elementen erfolgte. die damaligen versuche, elektronische klangwelten zu entdecken beschränkte sich zunächst noch auf die kreative arbeit am pc, wo fast ausschließlich mittels dos - trackersoftware song's entstanden, denen der typische "impulse-tracker-charme" anhaftete. doch trotz der eher mittelmäßigen soundtechnischen qualität, zeigten schon diese frühwerke eine besondere experimentierfreudigkeit, fanden doch nicht nur konventionelle samples eingang in die titel, sondern wurde auch mit allen anderen arten von dateien (texte, bilder, systemdateien, etc. zur konvertierung in geräuschimpulse) gefrickelt.
heimstatt: entstanden ist das projekt im dezember 1998 mit der intention, "persönliche" musik ohne genregrenzen zu schaffen. vorgänger von heimstatt auf diesem weg waren tecc.core rec mit eher rhythmischen industrial- und noise-anleihen sowie |plastiq flowers|, dessen stücke eher in der danceorientierten electro-ecke anzusiedeln sind. beide projekte sind aber seitdem nicht mehr aktiv. hauptsächlich bediente sich heimstatt der spielarten dunkelelektronischer musik mit tendenzen aus industrial, dark ambient, ebm und noise. heimstatt hatte am 09.06.1999 als erstes cd-release die audio-cd "plain sample music" veröffentlicht, auf welcher ein musikalischer abriss der ersten sechs lebensmonate des projekts zu hören war. diese cd erschien in einer exklusiven auflage von 25 handnummerierten exemplaren, so wie die weiteren zwei werke. die zweite audio-cd "@ ascii" hat am 29.05.2000 das licht der welt erblickt. stilistisch gehen die songs auf dieser scheibe weiter in richtung rhythmischen kraches, als die grossteils eher ruhigeren dark-ambient-stücke des vorgängers.
yipotash: anfang 1998 kondensierten sich die vorherigen akustischen experimente zu greifbaren tracks. das etikett des entstandenen kondensats erhielt den stempel "yipotash". der sound orientierte sich an rhythmischen, verzerrten noise und minimalen 8bit sounds, läßt sich aufgrund des breiten spektrums jedoch schlecht in eine schublade stecken. im märz und im august 1998 kamen jeweils fünf tracks auf die beiden tapes "evo(pol)lution" und "overrun", die aber nur in sehr geringer stückzahl unter freunden verteilt wurden. aufgrund der guten resonanz auf diese tapes, wurden die zehn tracks fast originalgetreu auf cd-r (mit dem bezeichnenden titel 'evo(pol)lution overrun') gebannt. dazu kamen noch drei bonus-tracks, die ebenfalls in dieser zeit entstanden. nach einigen technischen hürden erblickte im januar 1999 der erste silberling unter dem namen yipotash den laser des cd-players. obwohl die limitierung der cd mit 100 angegeben war, sind maximal die hälfte davon in umlauf gekommen. der rest fiel dem elbehochwasser zum opfer. es folgte der erste liveauftritt, und der erste radioauftritt bei coloradio dresden, ehe im herbst desselben jahres die zweite scheibe "genom research" als cd-r erschien. es folgten vereinzelte konzerte (darunter als vorband von kiew) und es gab erste rezensionen der scheiben.
2001

es war sozusagen das 'jahr eins' von heimstatt yipotash, gab es doch am 30. märz das erste gemeinsame konzert in chemnitz. zwar hiess es da noch 'heimstatt vs. yipotash', aber die grundidee der zusammenarbeit war geboren. im vorfeld des ersten gemeinsamen gigs wurde natürlich auch die intensität der gemeinsamen arbeit erhöht. es gab noch keine wirklich 'gemeinsamen' titel, doch die für diesen auftritt entstandenen versionen unterschieden sich teils stark von den bisher von cd-r bekannten.
die musikalische arbeit läuft vorerst trotzdem in getrennten bahnen weiter: im januar erscheint das dritte yipotash release 'siamesic death'. hierzu erscheinen wiederum vereinzelte berichte und rezensionen in kleineren mags (aber auch im orkus).